Hier lesen Sie ermutigende Berichte von Menschen, die konkret die Führung des Herrn erfahren haben.

Inhalt:
[Gott segnet Gehorsam]
[Ein Erlebnis mit einer totgeweihten Patientin im Krankenhaus]
[Am Sterbebett meiner Oma]
[Zur rechten Zeit am rechten Ort]
[Meine Mutter, F. und das Evangelium]
[Sebastian und die Bekehrung zur rechten Zeit]
[Die Geburtstagskarte]
[Jonas, ein Kind Gottes]
[Die Genehmigung]

Gott segnet Gehorsam

Seit einigen Jahren betreibe ich als Kleinunternehmer ein kleines Gewerbe. Die Einnahmen und Ausgaben werden buchhalterisch erfasst und dem Finanzamt bei der jährlichen Steuererklärung mitgeteilt. Außerdem entnehme ich dem Unternehmen Geld, sogenannte Privatentnahmen.

Nun wurde mir im Jahre 2006 vom Sachbearbeiter des Finanzamtes mitgeteilt, dass ich die Privatentnahmen auch nochmal extra auf den Gewinn draufschlagen müsse. Somit sollte das Geld bei den Einnahmen verbucht werden und zusätzlich nochmals nach der Entnahme. Das fand ich ungerecht und fragte auch einen Freund, der Christ und Steuerberater ist. Er bestätigte mich in meiner Meinung und so stand Aussage gegen Aussage. Dennoch entschloss ich mich, dem Staat zu gehorchen und die Privatentnahmen auf den Gewinn draufzuschlagen. Außerdem begann ich für diese Angelegenheit zu beten. 

Gestern Abend, etwa fünf Wochen später, packte ich dann meine Steuererklärungssoftware für die diesjährige Steuererklärung (2008) aus und begann in dem beiliegenden Steuerkompass, einem umfassenden Steuerratgeber, zu lesen. Später rechnete ich dann den Betrag meiner Gewerbeeinnahmen aus, so wie es mir im Jahre 2006 vom Sachbearbeiter gezeigt worden war. Dann legte ich mich wieder ins Bett.

Gott sah meinen Willen zum Gehorsam und gab mir den Gedanken ein, in diesem Steuerkompass auch nach dem Begriff „Privatentnahmen“ zu suchen. Ich wurde fündig und las dort schwarz auf weiß, dass Privatentnahmen für die Einnahme-Überschuss-Rechnung irrelevant seien, das heißt, dass ich doch recht hatte. Nun konnte ich ruhigen Gewissens meinen Gewinn so angeben, wie ich es gedacht hatte, und war froh, dass durch Gottes Hilfe das Problem mit den Privatentnahmen gelöst werden konnte.

G. F.

Ein Erlebnis mit einer totgeweihten Patientin im Krankenhaus

Vor einigen Jahren machte ich einen Schwesternhelferinnenkurs. Diese Zeit schloss auch ein zweiwöchiges Praktikum im Krankenhaus mit ein. Ich kam ausgerechnet auf eine Stadion, auf der sich vorwiegend schwer kranke Patienten befanden. Als ich die vielen Schwerkranken sah, blutete mir das Herz, und ich dachte, wie furchtbar muss es für sie sein, ungerettet in die Ewigkeit zu gehen.

Ich betete zum Herrn, und bat IHN, mir doch Möglichkeiten zu schenken, dem einen oder anderen noch etwas von IHM zu bezeugen. Leider waren es immer nur wenige Minuten, wo ich mal mit einem Patienten alleine war. Zu verschiedenen Patienten konnte ich jedoch ein paar Worte des Trostes und etwas von Jesus weitersagen. Eines Tages kam ich in ein Krankenzimmer, in dem eine alte Frau lag, sie war angeschlossen an viele Schläuche und wurde künstlich beatmet. Sie hechelte trotz Beatmung und man konnte ihr ansehen, wie sehr sie litt. Ich schrie innerlich zum Herrn darum, dass Er mir doch die rechten Gedanken eingeben würde, dieser armen Frau noch etwas Hilfreiches zu sagen .Jesus legte mir aufs Herz, ihr einfach was vom Himmel und der ewigen Herrlichkeit zu erzählen. Ich sagte ihr dann so in etwa, mit wenigen Sätzen, dass sie sich in die Arme vom Herrn Jesus legen soll; und dass sie ihr ganzes Leben in Seine Hand legen soll. "Dann sind sie auch bald dort in der ewigen Herrlichkeit wo es keinen Schmerz und kein Leid mehr gibt", versuchte ich sie zu trösten. Sie konnte ja nicht sprechen, aber ich sah, wie sie mich begierig ansah und alles förmlich in sich aufsaugte. Natürlich betete ich später auch noch viel für diese Patientin. Von den Schwestern erfuhr ich dann, dass diese alte Frau schon seit mehreren Monaten in diesem erbärmlichen Zustand so dalag.

Dann kam das Wochenende. Als ich am Montag wieder auf dieser Station anfing zu arbeiten, war ich besonders gespannt zu hören, wie es dieser alten Frau wohl ginge. Man erzählte mir dass sie am Wochenende gestorben sei.

Mein Herz tat einen Luftsprung, weil ich innerlich ganz sicher wusste, dass diese Frau mit welchen Worten auch immer, Jesus noch angerufen hatte; und jetzt bei IHM in der Herrlichkeit war, wo alles Leid für sie ein Ende hatte.

Denn es steht geschrieben: "Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden" Apostelgeschichte 2,21

M. Sch.

Am Sterbebett meiner Oma

Nach einer schweren Krankheit kam meine Oma in ein Altersheim. Ich hatte nicht mehr wirklich viel Kontakt zu ihr. Sie erkannte mich nicht mehr, war aggressiv und apathisch zugleich. Körperlich hatte sie sich aber soweit erholt, und ihr Zustand war für 84 recht stabil. Eines Tages wurde sie vom Altersheim ins Krankenhaus gebracht. Dort stellte man Nierensteine fest, und nach deren Entfernung hatte sie sich auch recht schnell erholt. Sie sollte noch einige Tage zur Beobachtung bleiben, aber das sei keine ernste Sache, versicherten die Ärzte meiner Mutter. Sie könne ruhig in Urlaub fahren, die Oma sei über den Berg. Ja, so fuhren sie dann also auch. Sie wollte den Ärzten und Schwestern noch meine Nummer geben und ich sollte die Besuche übernehmen. Ich ging dann alle zwei Tage ins Krankenhaus. Bei so einem Besuch fühlte ich mich gedrängt, bei den Schwestern nochmal nachzufragen, ob sie denn die Telefonnummer von mir aufgeschrieben hätte. Und zu meinem Erstaunen hatten sie das nicht. Aber das war ja auch nicht weiter tragisch gewesen. Nun wurde es geändert. Am nächsten Abend klingelte gegen 22 Uhr mein Telefon. Da meine Eltern öfters um diese Zeit anriefen, dachte ich mir nichts weiter dabei. Doch es war das Krankenhaus. Ein Arzt meinte, dass es meiner Oma nicht so gut ginge, ich vorbeikommen könne, aber keine akute Gefahr bestünde. Ich war hundemüde und überlegte hin und her. Ich entschloss mich dann, am nächsten Morgen ins Krankenhaus zu fahren, jetzt aber erstmal einen ruhigen Abend zu verbringen und früh ins Bett zu gehen. Aber keine fünf Minuten später änderte ich meine Entscheidung. Wieder fühlte ich mich gedrängt, unbedingt ins Krankenhaus zu fahren. Als ich dort ankam, wurde meiner Oma bereits Sauerstoff verabreicht. Die Schwester sagte mir deutlich, dass meine Oma in dieser Nacht noch sterben würde. Ich versuchte dann aus dem Krankenhaus meine Eltern zu erreichen, die dann auch unter unglaublichen Umständen ein Taxi fanden, das meine Mutter die 200 km nachts um 12 Uhr ins Krankenhaus fahren würde. Während ich auf meine Mutter wartete, las ich meiner Oma Johannes 3 vor. Ich erklärte ihr das Evangelium auf dem Sterbebett, was ich vorher aufgrund ihres Zustands nicht mehr für möglich gehalten hatte. Beim 16. Vers stöhnte meine Oma laut auf und ihre Augen waren wach. Gegen 2.30 Uhr kam meine Mutter und durfte sich noch verabschieden, bis meine Oma dann gegen 3 Uhr starb.

S.M.

(Johannes 3 Vers 16: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.")

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Zur rechten Zeit am rechten  Ort

In der letzten Zeit, so konnte ich feststellen, hat Gott mir die rechte Information und die rechte Begegnung zur passenden Zeit geschenkt, so dass ich sie kurze Zeit später verwenden konnte oder dieser Person ein Stück weiterhelfen konnte. So konnte ich zum Beispiel zur rechten Zeit erfahren, wie ich mein aktuelles Webdesignprogramm auch für ältere Seiten wie diese nutzen kann und mir so dadurch Arbeit ersparen kann. Dinge, die ich im Internet recherchiert und erspäht habe, konnte ich einige Zeit später gut einsetzen, obwohl ich zum Zeitpunkt der Recherche dies nicht absehen konnte.


Dies alles scheint mir eine Erhörung des folgenden Gebets zu sein, das ich Morgen für Morgen bete: "Gott, lass mich zur rechten Zeit am rechten Ort sein." Durch dieses Gebet konnte ich eine - so sehe ich es heute - weise Lebensführung erlangen. Zu diesem Gebet hinzu sehe ich es natürlich als unbedingt nötig an, häufig das Wort Gottes zu studieren, was uns den Erfolg im Leben zusichert - siehe auch Psalm 1 und Josua 1,7-9.

G.F.

Meine Mutter, F. und das Evangelium

In letzter Zeit dachte ich intensiv darüber nach, wie ich F., den Lebensgefährten meiner Mutter, besser mit dem Evangelium erreichen könnte. Schließlich entschloss ich mich, ihm eine evangelistische CD zu überreichen und schwang mich aufs Rad, um zu meiner Mutter zu fahren.

Dort angekommen, waren meine Mutter und F. am Aufbruch. Es stellte sich heraus, dass beide zu einem Vortrag vom IVCG (Internationale Vereinigung christlicher Geschäftsleute) nach Salzburg eingeladen waren. Eine Freifrau von Bibra sollte über das Thema "Krise als Chance" reden und F. und meine Mutter waren von einem Kollegen von F. eingeladen worden. Was für eine wunderbare Gebetserhörung.

Wie sich einige Tage später herausstellte, hatte ihnen beiden der Vortrag gefallen, vor allem das Drumherum hatte ihre Sinne angezogen, denn es gab noch ein Abendbrot, das in kleinen Gruppen an Tischen eingenommen wurde.

Die CD habe ich dann F. nicht überreicht, aber ich durfte erfahren: Gott ist da zur rechtzeitigen Hilfe.

G.F.

Sebastian und die Bekehrung zur rechten Zeit

Vor über einem Jahr habe ich angefangen, für Sebastian, ein Scheidungskind, zu beten, und zwar um Bewahrung. Aus irgendwelchen Gründen habe ich ihn dann am 27. Februar 2006 bei der Aktualisierung meiner Gebetsliste herausgenommen. Am Sonntag darauf kam ich mit Alex, einem Ältesten meiner Gemeinde, ins Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass Daniel, sein älterer Sohn, mit Sebastian befreundet ist und beide in der Nacht zuvor einen Autounfall gehabt haben, bei dem aber nichts passiert ist.

Die schönste Nachricht aber war, dass Sebastian sich mittlerweile bekehrt hatte zu einem Zeitpunkt etwa zwei Wochen zuvor. Das heißt, ich hatte, ohne es zu wissen, auch durch meine Gebete ihn zur Bekehrung geführt und dann etwa eine Woche nach seiner Bekehrung in aus meiner Gebetsliste herausgenommen. Gott hatte mein Gebet erhört und war da gewesen zur rechtzeitigen Hilfe.

G.F.

Die Geburtstagskarte

Vor einigen Monaten ist mir in der Zeitung aufgefallen, dass die runden bzw. hohen Geburtstage ab 75 mit Namen und Anschrift veröffentlicht werden. 'Wenn alles schon geliefert wird', dachte ich mir, 'kann ich das doch nicht einfach so ungenutzt wegwerfen'. Und mir wurde die Idee geschenkt, den älteren Damen und Herrn eine Glückwunschkarte mit einer regelmäßig erscheinenden Kleinschrift und dem Angebot des regelmäßigen Bezugs dieser Schrift zu schicken, was ich dann auch begann. Nach einigen Monaten fragte ich den Herrn Jesus, ob Er denn diese Arbeit dazu benutzen könne, um Menschen auf Ihn hinzuweisen, oder ob ich die Arbeit beenden solle. Ich bat um eine eindeutige Antwort, die auch nur wenige Tage auf sich warten ließ. In der Post war eine Bestellung für einen regelmäßigen Bezug der Schrift dabei! Ich traute meinen Augen nicht! Voll überschwänglicher Freude danke ich dem Herrn Jesus für diese postwendende Antwort und Gebetserhörung.

S. M.

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Jonas, ein Kind Gottes

Es ist Mittag und ich habe unseren kleinen Sohn Jonas ins Bett gelegt. Sein Stoffschaf im rechten Arm, den Daumen der linken Hand im Mund, schaute er mich müde an. Ich streichelte sein kleines Gesicht, dann ging ich aus dem Zimmer und schloss leise die Tür.

Jetzt sitze ich hier im Wohnzimmer in einem bequemen Stuhl und denke an damals, an Jonas' Geburt......

Es war ein Samstag Vormittag, mein Mann und ich waren noch spazieren, ich hatte schon einige Wehen und wir beschlossen, in die Frauenklinik zu fahren. Eigentlich wollte ich ambulant entbinden und mit unserem Baby am gleichen Tag nach Hause fahren. Allerdings waren wir vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.In der Klinik angekommen, machte eine Ärztin Ultraschallbilder von unserem Kind und veranlasste, dass ich per Infusion ein wehenhemmendes Mittel bekommen sollte. Sie sagte, sie wolle den Oberarzt hinzuziehen.

Ich war beunruhigt.

Das Medikament verursachte Herzrasen, ich schwitzte. Draußen schien die Sonne, es war ein warmer Septembertag. Am Nachmittag kam der Oberarzt und führte ebenfalls eine Ultraschalluntersuchung durch. Die Ärztin war auch anwesend. Beide waren sehr freundlich zu mir, als sie mir erklärten, dass unser Baby noch kleiner war, als wir dachten. Den Messungen nach hätte es keine zwei Kilo. Sie überlegten, ob bei der Berechnung des Geburtstermins ein Fehler war, aber alles passte eigentlich.

Der Oberarzt erklärte mir, dass die Frauenklinik keine Kinderintensivstation hätte, und dass es das Sicherste sei, mich am nächsten Morgen in ein Kreiskrankenhaus bringen zu lassen. Mein Mann war längst wieder zu Hause, es waren noch drei Kinder zu versorgen. So lag ich da, voller Gedanken! Ich konnte nicht schlafen und das Medikament ließ mich ohnehin nicht zur Ruhe kommen. Also betete ich zu Jesus: "Bitte hilf uns!"

Am nächsten Morgen, es war Sonntag, der 22. September 2002, wurde ich mit einem Krankenwagen in das Krankenhaus gebracht. Ein junger Arzt kümmerte sich um mich und machte ebenfalls eine Ultraschalluntersuchung. Dann begleitete er mich in ein kleines Zimmer neben dem Kreissaal. Ich legte mich auf eine Liege, war inzwischen total erschöpft, denn die Wehen kamen wieder, seid ich in der Frauenklinik abgestöpselt wurde. Es waren komische Wehen, eben anders als sonst.

Der junge Arzt ließ mich alleine. An diesem Tag war wohl viel los. Ich hörte Schritte den Gang rauf- und runter laufen. Schnelle Schritte und langsame, quietschende Sohlen und klappernde. Im Kreissaal neben mir hörte ich vier Frauen bei der Geburt ihrer Kinder zu. Die Zeit verging und der junge Arzt kam endlich wieder. "Was machen wir jetzt ?" Fragte er mich und verließ im gleichen Moment wieder das Zimmer.

Ich betete unter Tränen : "Herr Jesus, mit meinem Baby stimmt etwas nicht, das kann ich fühlen! Bitte segne uns und lass mich mein Kind nicht verlieren! Sag mir, was ich tun soll!"

Dann kam der junge Arzt und wollte mich wieder an das wehenhemmende Medikament hängen. Als stünde ich selbst neben mir, hörte ich mich sagen: "NEIN! Kaiserschnitt! Sofort!" In seinem Gesicht konnte ich lesen, dass er denken musste, ich würde spinnen. Aber meine felsenfesten Worte ließen keinerlei Diskussionen zu! "Ich rede sofort mit dem Chefarzt der Geburtsabteilung", meinte er konfus und ging.

Der Chefarzt, ein freundlicher Mann mit weißem Bart gab mir die Hand und sah, dass es mir schlecht ging. "Wir bereiten einen sofortigen Kaiserschnitt vor!" waren seine Worte. Inzwischen war mein Anderl endlich da, nachdem er zuerst die Kinder zu Hause versorgt hatte.

Alle beeilten sich plötzlich, alles ging auf einmal so schnell. Als ich auf dem OP-Tisch lag, alle Viere von mir gestreckt und festgeschnallt, mit einem Hohlkreuz, zitterte ich vor Angst. Mein ganzer Körper konnte nicht ruhig sein, ich hatte eine wahnsinnige Angst! Mein Anderl konnte durch ein Fenster bis zu diesem Zeitpunkt zusehen, dann zog man den Vorhang vor.

Der Chefarzt wollte den Eingriff selber machen und im nachhinein wurde mir klar, wie lieb er und sein Team sich um mich kümmerten. Die Narkoseärztin streichelte meinen Arm, dann war ich weg.

Während ich tief schlief, wurde unser Sohn Jonas um 15.19 Uhr auf die Welt geholt. Jonas schrie sofort. Eine Kinderärztin war während der OP anwesend, um sich in einem angrenzenden Raum sofort um den Kleinen kümmern zu können. Sie holte meinen Mann zu sich rein. Während die Ärztin den Jungen untersuchte, öffnete der Arzt, welcher den Kaiserschnitt vornahm, das Fenster wieder und sagte zu meinem Mann : "Ich gratuliere zu ihrem Sohn! Wir hätten keinen Augenblick mehr warten dürfen" und zeigte meinem Anderl die Nabelschnur, welche einen Knoten hatte, der sich zu zog!

"Ihre Frau hat vollkommen richtig entschieden!"

(Bei keiner Ultraschalluntersuchung war der Knoten zu erkennen! Allerdings fiel mir ein, dass ab dem fünften Monat die Vorsorgeuntersuchungen ergaben, dass das Kind kleiner war, als es sein sollte! Die Schlinge für den Knoten musste also schon vorhanden sein!)

Die Kinderärztin packte unser Baby in Tücher und ging mit ihm und meinem Anderl zügig Richtung Frühchenintensivstation! Dort angekommen wurde Jonas, 1890gr. leicht, in einen Brutkasten gelegt und versorgt. Er wurde an einen Monitor angeschlossen, um ihn gut zu überwachen.

Jonas musste nicht beatmet werden!

Langsam wurde ich wach und Anderl war bei mir. Ich fühlte mich total benebelt, konnte aber Anderls Sorge spüren. Er erzählte mir, was passiert war, und zeigte mir ein Polaroid-Foto, welches eine Intensiv-Schwester von Jonas gemacht hatte.

In diesem Augenblick trafen sich viele Gefühle auf einmal: Sorge, Freude, Angst und Liebe! Anderl nahm meine Hand zwischen seine und verabschiedete sich mit den Worten : "Morgen, ganz früh bin ich bei dir und wir besuchen unser Kind."

Ich betete wieder, weil ich eine solche Sehnsucht nach meinem Baby hatte und dann schlief ich ein.

Am nächsten Morgen war ich ganz aufgeregt. Zwei Schwestern halfen mir beim Waschen und Anziehen und sie bestanden darauf, dass ich aufstand. Beide Hände fest auf die Narbe gepresst, stand ich da und hatte Schmerzen! Meine Infusion wurde gezogen, ich frühstückte, bat eine Schwester um eine fahrbare Milchpumpe und alles was dazu gehörte. Dann kam Anderl mit einem roten Rollstuhl, half mir hinein, legte meine beiden Wundschläuche mit Beutel auf meinen Schoß und schob mich Richtung Baby! Ach, ich war so aufgeregt!

Es war ein großes Krankenhaus und wir waren einige Flure und Aufzüge unterwegs. Dann saß ich vor dem Kasten meines Kindes und weinte bei dem Anblick. So viele Schläuche und ein so kleines Kind! Es dauerte einen Moment, bis ich mein Kleines berühren konnte, endlich berühren durfte!!

Ein Kinderarzt klärte uns darüber auf, dass Jonas durch den Knoten in der Nabelschnur nur noch am seidenen Faden hing, und völlig unterernährt sei! Das war ein Schock! Er sagte uns auch, dass Jonas in der Lage ist, selbständig zu atmen, allerdings könne er nicht selber trinken, weil er zu schwach sei und er müsse deshalb sondiert werden.

Zudem informierte uns der Arzt, dass Jonas nur noch einen Zuckerwert von 4 hatte, ein Baby aber einen Wert von 50 bräuchte!!! Neurologisch sei Jonas unauffällig.

Am Nachmittag, ich war alleine, wollte ich zu meinem Kind und weil Anderl zu Hause war und alle Schwestern zu tun hatten, zwang ich mich, alleine aufzustehen und zu Jonas zu gehen. Eine Hand fest auf die Narbe gepresst, in der anderen Hand die Milchflasche für meinen Sohn, machte ich mich alleine auf den langen Weg! Bei ihm angekommen, freute ich mich. Es war Zeit, Jonas zu sondieren, meine Milch zu sondieren, und ich durfte das tun!

Die langen Flure zu Jonas und zurück wurden eine Art Pilgerstrecke für mich. Mit Gebeten voller Sorgen hin, mit Gebeten voller Dankbarkeit zurück in mein Zimmer, mehrmals am Tag!

Am dritten Tag nach der Geburt, es war schon spät am Abend, trieb mich Unruhe zu meinem Kind. Ich war gerade durch die Türe der Intensivstation gekommen, als mich ein Arzt ansprach. Jonas hätte so erhebliche Probleme, den Zucker zu halten, sie würden ihm ohnehin schon die höchstmögliche Dosierung geben. Eine höhere Dosis würde die Venen verschließen. Die einzigste Möglichkeit bestand darin, einen Katheter vom Unterarm bis nahe zum Herzen zu legen. Der Arzt wollte den Eingriff sofort vornehmen.

Ich rief meinen Anderl an, und es tat so gut, Hand in Hand mit ihm zu warten. Dann durften wir den Kleinen sehen. Er schlief noch und seine rechte Hand war stark angeschwollen. Ich war sehr traurig.

Es dauerte noch einige Zeit, bis der Schlauch gezogen werden konnte, aber nach zwei Wochen war es so weit und Jonas durfte in ein Wärmebettchen umziehen. Ich musste nach acht Tagen nach Hause, ohne mein Kind! Jonas Zuckerwert war noch immer nicht stabil, er schwankte stark. Nur ganz allmählich wurde es besser.

Anderl nahm unbezahlten Urlaub und fuhr am Vormittag zu Jonas ins Krankenhaus und ich am Nachmittag. Wir durften wickeln, schmusen und sondieren.

Jonas war insgesamt vier Wochen im Krankenhaus und Jesus machte mir persönlich eine so große Freude, denn genau am errechneten Geburtstermin bekam ich unser Kind mit nach Hause. Das Stillen, das im Krankenhaus so gar nicht funktionieren wollte, ging zu Hause wunderbar!

In meinem Herzen trage ich tiefe Dankbarkeit, weil ich unser Kind ohne Jesus verloren hätte! Wir danken unserem Schöpfer für Seinen Segen!

A.F.

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Die Genehmigung


In meiner kleinen Gemeinde in A. haben wir seit ein paar Jahren einmal im Monat einen offenen Abend. Durch Anregung eines Gemeindemitglieds entschloss ich mich, den Entwurf und den Druck der Einladungen zu Hause am eigenen PC durchzuführen. Der aktuelle Vortrag hatte das Thema "Gerechtigkeit" zum Inhalt und ich wurde darauf aufmerksam gemacht, doch als Hintergrund eine so genannte "Justitia", eine Figur, die die Gerechtigkeit verkörpert, zu verwenden. Im Internet recherierte ich nach passenden Bildern und wählte zwei aus. Dann schrieb ich den Besitzern dieser Webseiten, auf denen diese beiden "Justitias" abgebildet waren, um das Recht zur Veröffentlichung einzuholen.
Ein Herr Sch. von der IAP in Holland schrieb noch am selben Tag zurück und verbot mir die Benutzung ihrer Justitia. Jedoch fragte er, wer ich sei oder welche Organisation hinter mir stehe. Ich schrieb ihm an einem Dienstag abend um 18.30 Uhr nochmals zurück und bat wiederum um die Erlaubnis zur Benutzung des Bildes. Meine Email beinhaltete auch eine Vorstellung unserer offenen Abende, dass wir eine kleine Kirche in Südbayern seien, die einmal im Monat an diesen "offenen Abend" Freunde und Verwandte einlädt. Der Eintritt sei kostenlos, wir erzielten keinen Profit.
Am gleichen Abend ging ich in unsere Gemeinde in die Bibelstunde und erklärte den Geschwistern die Problematik und bat um Gebet. Etwa gegen 20 Uhr an diesem Dienstag gingen wir ins Gebet und beließen die Sache in der Hand des Herrn.
Am nächsten Morgen rief ich meine Emails ab und sah zu meiner Überraschung eine Mail von Herrn Sch. In dieser Mail gab er mir die Erlaubnis zur Verwendung der Justitia und meinte gegen Ende der Email: "Ich wünschte, ich könnte dort sein - eine kleine Gemeinde in Südbayern: hört sich sehr nett an."

Seine Email war genau an diesem Abend abgeschickt worden, an dem wir gebetet hatten, und die Uhrzeit war auf 20.06 Uhr angegeben! Ja, der Herr erhört unser Gebet, schneller als wir beten können. Siehe auch Matthäus 6,8 und Hebräer 4,16.

G.F.

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