Der Handschuh

    Während ich neulich während meiner Morgengymnastik aus dem Fenster schaute, fiel mir eine ältere Dame auf, die auf ihren Rollwagen gestützt auf der Straße vorüber ging. Ich hatte sie immer wieder auf der Straße gesehen, war jedoch nie mit ihr ins Gespräch gekommen. Doch war mir klar, dass diese Dame ohne den Herrn auf ewig verloren gehen würde. An diesem Tag war die Stimme des Heiligen Geistes deutlich, dass ich meine Gymnasik abbrechen sollte und mich zu dieser Frau halten sollte...

    Kurzerhand nahm ich mir ein Traktat, ging zu dieser Frau und fragte sie, ob ich ihr irgendwie helfen könnte. Sie antwortete, dass ihr gerade aufgefallen war, dass sie bei ihren Besorgungen einen Handschuh verloren habe. Schnell wurden wir uns einig, dass ich die Geschäfte nochmals abklappern würde und auf den Weg achten würde, den sie gelaufen war. Ich fuhr den Weg zurück und erhielt in einer Drogerie auch den verlorenen Handschuh.
    Nachdem ich wieder zu dieser Dame zurück gefahren war, kamen wir schnell ins Gespräch über die Dinge des Lebens und auch - dem Herrn sei Dank - über die Dinge des Glaubens. Ich konnte sie nicht zurück halten, mir für diese Tat ein paar Euros zu überreichen; dafür durfte ich ihr das Traktat geben. Sie fragte auch, zu welcher Religionsgemeinschaft ich gehören würde, und ich durfte ihr antworten, dass wir uns einfach Christen bzw. christliche Gemeinde nennen.

    Ich verabschiedete mich von ihr mit der Erkenntnis, dass sie nun dem Reich Gottes ein Stück näher gekommen war. Dank für diese Begegnung gebührt jedoch Gott, der durch Seinen liebevollen Heiligen Geist in mein Leben und auch in das Leben dieser Frau gesprochen hat.

    Ich glaube, dass diese Art von Führung jedem Christen offensteht, wenn er für Gottes Heiligen Geist offen wird.

    Mögen der Leser und ich diese Frau in der Ewigkeit beim Herrn Jesus wieder sehen, Gott kann es machen, dass sie errettet wird...

    G.