Der Weihnachtsrundbrief

    Als Mitarbeiterin in einem Büro wurde ich kurz vor dem herannahenden Weihnachtsfest vom Chef beauftragt, einen kurzen Rundbrief an die Kunden und Lieferanten zu entwerfen und ihnen schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr zu wünschen. Da saß ich nun vor meinem PC und tippte, löschte, formulierte neu, überschrieb wieder. Es sollte ja nicht eines dieser Allerwelts-Schreiben werden, mit dem üblichen leeren Blabla. Zu viel konnte ich aber auch nicht hineinpacken, denn sowohl mein Chef als auch meine Chefin möchten vom biblischen Glauben nichts hören. Würde ich zu viel schreiben, würden sie es gnadenlos streichen.

    So bat ich den Herrn, mir eine Formulierung zu schenken, die deutlich, aber nicht "zu krass" war. Sie war dann in dem Ausdruck gefunden: "In wenigen Tagen feiern wir wieder Christi Geburt." Als ich das Schreiben fertig entworfen hatte, legte ich beiden einen Ausdruck vor, auf dem sie dann ihre Änderungswünsche notierten. Meine Chefin strich sofort "Christi Geburt" durch und wollte es durch "Weihnachten" ersetzt haben. Enttäuscht sagte ich zum Herrn: "Schade. Du hättest es anders führen können. Aber so wie du willst." Ich hatte es noch nicht ganz zu Ende gedacht, als mein Chef sagte, dass er genau das unbedingt so stehen lassen möchte und in diesem Punkt keine Widerrede hören wolle. Wie sehr freute ich mich, dass Gott dieses Schreiben benutzen konnte, um einige Menschen auf den eigentlichen Grund der Freude hinzuweisen. IHM sei Dank!

    S.